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Das Drama mit den digitalen Medien
Von derAlekx | 13.April 2009
Digitale Medien haben ihre eigene technische Infrastruktur, sie haben eigene Anwendungsmöglichkeiten und –voraussetzungen. Sie sind vernetzt. Und sie erzählen von ihren eigenen Geschichten. Medien sind immer schon mehr gewesen als die ihr zugrunde liegende Technik. Der Buchdruck ist nicht sonderlich spannend und schnell erklärt. Die Geschichten, die der Buchdruck angeschoben – ja erst ermöglicht hat, füllen hingegen ganze Bibliotheken.
Vor diesem Hintergrund stellt sich auch bei den neueren Medien die Frage, welche Geschichte(n) sie uns zu erzählen haben. Und vor allem auch wie wir mit und in ihnen Erlebnisse berichten, Legenden stricken und Erzählungen formulieren. Die Dramaturgie der digitalen Medien ist bisher nur unzureichend hinterfragt oder dargelegt worden.
Ohne einen Erklärungsansatz parat zu haben, werde ich mich hier auf Spurensuche begeben: Was gibt es für Möglichkeiten der Geschichtenerzählung in den digitalen Medien? Welche Formen, Phasen und Phantasmen werden mit dieser Art des Storytellings bedient? Wie sieht es aus mit den Vernetzungen und Mobilitäten von Internet, Handy und Konsorten? Ist bereits die Existenz die Erzählung? Wo sind die großen Legenden und Utopien der Medien? Und wie wird im Kleinen die digitale Technik angewendet um die Erzählung in Audiovision, Kunst und Werbung zu betreiben?
Ich erhoffe mir aus einem Sammelsurium an Fundstücken nach und nach bestimmte Fragestellungen herausschälen zu können. Antworten sollten nicht erwartet werden. Aber vielleicht gibt es ja Hinweise auf bestimmte wiederkehrende Handlungsmuster im menschlichen Umgang mit einem digitalen Medium.
So ungenau wie ich es hier skizziere, so ungenau wird es wohl die nächsten Wochen weitergehen. Ohne Ahnung aber mit viel Interesse. Erkenntnisgeleiteter Dilettantismus mit einer nötigen Prise Selbstüberschätzung.
Anregungen beim Spurenauflesen sind nicht erwünscht – vielmehr wohl unabdingbar. Sachdienliche Hinweise nimmt der Medienkulturblog oder jede andere Dienststelle entgegen.
Danke für die Aufmerksamkeit!
P.S.: Wie ich gerade bei einer Gockel-Suche festgestellt habe, existiert im deutschsprachigen Netz die Wendung „Dramaturgie digitaler Medien“ noch gar nicht. Ich beantrage daher höchstoffiziell Wort-, Marken-, Wendungs-, Literatur-, Was-weiß-ich-noch-Schutz… Selbst im Blogreich scheint sich niemand der Sache anzunehmen. Also wird es höchste Zeit!
P.P.S.: AHA! Sucht man hingegen nach „Dramaturgie der digitalen Medien“, dann sind zumindest ein paar spärliche Ergebnisse zu verzeichnen. Literaturangaben werden dennoch keine direkt ausgespuckt. Irgendwie sonderbar.
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Topics: Dramaturgie digitaler Medien, Intim, Intern & Privat, Medienkultur |
