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Blogbesuch #2: Cargo Film/Medien/Kultur

Von derAlekx | 15.April 2009

cargoManchmal ist ja alles reiner Zufall. Auf einer äußerst schlechten Party stand ich etwas gelangweilt herum, nuckelte an meinem Bier und überlegte was man mit einem solch angebrochenen Abend noch machen könne, als mein Blick auf einen Stapel Zeitschriften fiel. Da herumliegende Illustrierte durchaus einiges über die Bewohner der Wohnung zu erzählen haben, schaute ich mir die Auswahl genauer an. Neben üblichem Blödsinn - der darauf schließen ließ dass die mir unbekannten Veranstalter wohl dem Studententum angehören - war da noch ein Magazin mit anziehendem Coverphoto. Titel der Zusammenstellung:  Cargo. Film/Medien/Kultur

Die aktuelle Erstausgabe ist ein schönes Konvolut voll mit audiovisuellen Themen. Der Film, das Kino, die Kunst, das Fernsehen, die DVD, das Photo, ach ich könnte noch länger weitermachen. Das Niveau ist (man möchte fast sagen gewöhnungsbedürftig) hoch. Dies nicht selten sogar ohne in filmakademische Floskeln zu verfallen. Meist sind gerade die Fälle, die nicht ohne wissenschaftliche Spezialbegriffe auskommen, die pathologischsten von allen. Der Preis i.H.v. 8,90 EUR in Deutschland bzw. 11 Euro in Resteuropa ist auf den ersten Blick hoch, aber vergleichsweise mit anderen Quartalsheften noch im Rahmen des üblichen.

Aaaaber: Eigentlich geht es hier ja nicht um Zeitschriftenwerbung, sondern um Blogs. Also wie kriege ich nun den Dreh? Als erstes ein Blick auf die Homepage von Cargo. Mich persönlich stört zwar das durchbrochene Layout (unten zweispaltig, oben einspaltig), wodurch ich etwas genervt durch die Seiten navigiere. Aber der Inhalt selber ist wiederum großteils spannend - die Photos sind daüber hinaus eine Wucht! Wenn ich das bisher richtig überblickt habe, ist die Internetseite z.T. als Zweitverwertung der Heftinhalte gedacht - korrigiert mich wenn ich mich täusche. Also auf jeden Fall einen Blick riskieren! Auch der Blog ist bemerkenswert. Hat er doch weniger Textinhalte denn Videomaterial zu bieten. Und zwar welches von der unbekannteren Sorte. Mein Liebling ist dabei das Osterspecial mit einem anrührend surrealen Stummfilm aus dem äußerst frühen 20.Jahrhundert. Wer wissen will, wie Farbfilme in Schwarzweißzeiten aussahen, sollte einen Blick riskieren, der Film trägt übrigens den Titel La vie et la passion du Jésus Christ. Französischkenntnisse sind dank mangelnder Sprache aber nicht vonnöten. Also: Check it out, baby!

Nebenbei: Die Besitzerin des Heftes und zugleich Bewohnerin des Hauses erwies sich als äußerst charmant, was doch immer ein gutes Zeichen für ein Blatt ist. Von der Leserschaft wiederum aufs Magazin zu schließen geht also auch. Ach ja, der Abend wurde übrigens noch sehr nett…

 

Nachtrag: Wer Christian Petzold in letzter Zeit mal auf einem der diversen Filmfestivals seinen Film Jerichow hat vorstellen sehen, wird sich an seine Worte über die Prignitz, Amerika und Preußen (Dorfnamen wie Neu Boston, etc.) erinnern. Wer sich das nochmal anhören will, sei auf dieses Video verwiesen (auch auf den Cargo-Seiten, so ab 3.30min. spricht er darüber). Hab das gleiche auch schon in einigen Magazinen und Zeitungen gelesen. Da soll noch einer sagen, das Regisseur-Dasein ist mächtig aufregend. Routine as usal:)

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Topics: Blogbesuch, Medienkultur |

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