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Wie kann man einen Kurzfilm bekannt machen? (Teil 1/5)

Von derAlekx | 11.Mai 2009

In einer fünfteiligen Serie gehe ich dieser Woche der Frage nach, wie man einen selbstproduzierten Kurzfilm bekannt machen kann. Welche Möglichkeiten hat man mit einem solchen Streifen ein größtmögliches Publikum zu erreichen? Dabei werden Online- und Offline-Maßnahmen gleichermaßen berücksichtigt und der Versuch unternommen diese beiden Welten zu verzahnen.

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Selber an Kurzfilmen gestalterisch mitwirken, Ideen umsetzen und seine Kreativität ausleben. Das sind typische Gründe, warum Menschen an audiovisuellen Projekten mitarbeiten. Am Ende von schöpferischen Phasen, niederschmetternden Pannen, elektrisierenden Außendrehs im Morgenlicht und der Zusammenfügung des Bildmaterials mit Ton und Musik steht der eigene Film. Eine persönliche Meisterleistung, ganz gleich welch künstlerische Höhe das Werk schlussendlich besitzt.

Den meisten stellt sich erst dann die Frage: Wie mache ich diesen Streifen eigentlich bekannt?

Denn schöpferisches Tun lebt immer auch vom Gang an die Öffentlichkeit. Man will sich messen, bewerten und bewundern lassen in der städtischen, regionalen oder am besten nationalen Arena. Wie bekommt ein junger, noch unbekannter Film die Aufmerksamkeit, die jeder Kurzfilm verdient? Dieser Frage will ich im folgenden nachgehen und verschiedene Wege aufzeigen, wie man mit einigen Maßnahmen im Internet und der ‚realen Welt’ den Bekanntheitsgrad des eigenen Werks erhöhen kann.

Ein guter Film als Voraussetzung

Um wirklich groß, berühmt und ganz dolle angehimmelt zu werden, müsste einem schon ein großes Meisterwerk gelingen. Mit einem Schlag berühmt zu sein, das schaffen nur die allerallerwenigsten. Und wenn das der Hauptgrund ist, warum man Filme macht, dann sollte man eher eine furzende Katze auf youtube stellen. Für alle anderen, die vor allem an der Verbesserung der eigenen Fertigkeiten interessiert sind, die also durch die Kritik anderer wachsen wollen und an einem Austausch über den Kurzfilm und seine Möglichkeiten interessiert sind, für die ist dieser Gedankenanstoß gedacht. Es ist weder eine Anleitung noch eine abgeschlossene Liste, vielmehr muss man die für sich beste Weise der Präsentation finden. Nur Du kennst Deinen Kurzfilm, es ist Dein Baby, also überlegt Dir, was ihm gut tun würde. Ach ja, und wenn der Film, den Du gemacht hast, ganz ohne Niveau oder stilistische Besonderheiten ist, dann könnte es schwer werden… Aber immer dran denken: Auch die größten Hollywood-Recken und die progressivsten Underground-Künstler haben schon Mist gedreht – richtigen Mist! Also immer locker bleiben und weiterfilmen, der große Wurf wird schon noch kommen.

In einer fünfteiligen Serie werde ich hier nun einige Tipps zum Umgang mit Öffentlichkeiten geben, ich werde aufzeigen welche Potentiale das Internet hat und ebenso auf die Offline-Welt verweisen, denn auch dort gibt es viele Möglichkeiten. Das vergisst man schnell mal, wenn man sieht, dass ein leicht debil wirkender Minderjähriger eine Millionen Klicks bekommt. Das sind Ausnahmeerscheinungen, die schnell unter dem Label des ‚Fremdschämens’ abgehakt werden sollten.

 

Der Ausgangspunkt: Verwertung oder Aufmerksamkeit

In Zeiten der Aufmerksamkeitsökonomie, wo die monetäre Seite genauso wichtig wird, wie der Bekanntheitsgrad, ist die Frage nach dem Zweck einer Veröffentlichung genauer anzuschauen. Willst Du möglichst bekannt werden? Oder willst Du ein paar Euro rausschlagen? Mit Kurzfilmen die dicke Kohle absahnen wird momentan kaum möglich sein. Gerade am Anfang ist es interessanter eine gewisse Aufmerksamkeit zu erlangen. Gehen wir also erst einmal davon aus, dass Du ganz viele Menschen erreichen willst (was wohl auch das typische künstlerische Ziel ist).

 

 

In der nächsten Folge geht es um Online-Videoplattformen und ihre Vor- und Nachteile.

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Topics: Dramaturgie digitaler Medien, Medienkultur |

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