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Wie kann man einen Kurzfilm bekannt machen? (Teil 4/5)
Von derAlekx | 14.Mai 2009
In einer fünfteiligen Serie geht es hier um Möglichkeiten den Bekanntheitsgrad eines Kurzfilms in der Online- und Offline-Welt zu steigern. In der letzten Folge ging es um sozialen Netzwerke. Heute schauen wir uns Foren und Festivals an.
Serienübersicht: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 5
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Der Klassiker: Filmforen als Katalysator
Ähnlich wie soziale Netzwerke sind ihre Vorgänger, die Foren, aufgebaut. Zugleich aber auch spezifischer. Denn mittlerweile gibt es wohl für jedes Thema bereits ein eigenes spezialisiertes Forum. So auch unzählige Foren, die sich mit Film befassen. Auch für Kurzfilme sind bereits über ein Dutzend im Internet zu finden. Ich erspare mir hier eine detaillierte Aufzählung. Google weiß so was eh besser als ich. Wenn Du in so einem Forum aktiv bist, dann sollte klar sein, dass Du Deinen Film dort auch vorstellst. Wenn nicht, dann trotzdem einmal versuchen. Logischerweise sind Filme von Leuten, die bereits länger aktiv an der Community teilnehmen, besser besucht. Es lohnt sich also dort aktiv zu partizipieren, nicht zuletzt auch aufgrund der Tipps, die einige ‚alte Hasen’ Dir für den Produktionsprozess geben können. Was Menschen aus üblichem Baumaterial filmgerecht herstellen ist wirklich ein Wahnsinn; das geht bis zur hölzernen Nachbau-Version einer Maschinenpistole – falls man sie denn mal braucht…
Prinzipiell gilt aber für jedes Forum, in dem Du aktiv bist: Einen Link zum Film mit kleiner Beschreibung gehört in jede Signatur – dies gilt im Übrigen auch für Deine E-Mails. Der Vorteil von Foren ist, dass man dort zumeist sehr fachmännisch Kritik erhält, die weit über Zweizeiler hinausgehen können. Hier wird gerne auch mal über einzelne Szenen seitenlang debattiert. So etwas findet man sonst nur auf Filmhochschulen.
Die digitale Kür: Eine Vorstellung im Kurzfilm-Podcast
Ein weiterer Weg um Menschen mit dem Werk bekannt zu machen und sie für den Streifen zu begeistern stellen Podcasts dar. Leider gehen die meisten solcher Kurzfilm-Podcasts in kürzester Zeit ein. Es ist halt doch viel Energie und Idealismus für ein solches Projekt nötig. Relativ neu am Markt ist BleedTV (Link!!!). Wenn Du von Deinem Werk überzeugt bist, dann solltest Du vielleicht einmal dort Dein Glück versuchen. Unter Umständen haben die Macher ein offenes Ohr. Sollte Dein Film bereits auf Festivals gelaufen sein, wäre möglicherweise http://www.shortfilm-podcast.de eine Option.
Im Blogbereich sei hier noch krzflm.de erwähnt. Eventuell wird Dein Film dort in die tägliche Vorstellungsreihe eingestellt – wenn Du ganz lieb anfragst und der Film ins Konzept passt. Schau Dir die Podcasts und den Blog einmal an, um zu entscheiden ob Dein Film dafür überhaupt in Frage kommt.
Nach all diesen Online-Maßnahmen ist es nun an der Zeit, die digitale Welt zu verlassen und zurück ins real life zu kommen. Schließlich werden die meisten Kurzfilme ebendort gedreht.
Was gibt es also in der guten alten Welt für Möglichkeiten um Deinen Kurzfilm einem größeren Publikum bekannt zu machen?
Der Glücksfall: Kurzfilmfestivals als Stufe zum Glück
Der konventionelle Weg, den ein Kurzfilm früher beschritten hat, war der über die vielen Festivals im deutschsprachigen Raum. Es gibt mittlerweile über 100 Wettbewerbe für Kurzfilme, das Feld ist kaum noch zu übersehen. Einige sind sehr spezialisiert, andere wollen möglichst breit aufgestellt sein. Um für die größeren und etablierteren Festivals zugelassen zu werden, muss das Werk schon sehr gut sein und zumeist müssen auch bestimmte Formatvorgaben eingehalten werden (welche das sind lässt sich auf den jeweiligen Internetseiten sehr leicht herausbekommen). Einfacher ist der Zugang bei den lokalen Bewerben. Diese sind noch nicht überlastet durch die Unmenge an Einsendungen und Dein Film hat daher eine bessere Möglichkeit das Auswahlverfahren zu überstehen. Ein solches Festival stellt immer eine Auszeichnung dar, egal ob nationaler oder regionaler Wettbewerb. Dementsprechend solltest Du – wenn Du einmal die Ehre der Einladung bekommst – auf diesen Umstand in der digitalen Welt hinweisen. Angeblich sollen ja einige Filmemacher auch ihren Anfang daraufhin umgeschnitten haben und das erste Bild des Films dieser Auszeichnung gewidmet haben. In Zeiten kurzer Aufmerksamkeitspannen im Internet nicht der falsche Weg. Auch ein Trailer des Films, der auf solche Teilnahmen hinweist, wäre dann anzudenken.
Aber Vorsicht: Viele Festivals wollen Exklusiv-Material. Wenn Du Dein Werk bereits auf YouTube oder ähnlichen Plattformen online gestellt hast, bist Du raus! Also erst überlegen, ob Dein Werk sich für ein Festival eignen könnte.
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Topics: Dramaturgie digitaler Medien, Medienkultur |
