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Ein Film, ein Blog, ein Preis
Von derAlekx | 31.Mai 2009
Da habe ich vor nicht allzu langer Zeit noch selber darüber schwadroniert, wie man mit einem Blog zum Film seinen Kurzfilm bekannter machen könnte und was finde ich da nun? Die Umsetzung in Reinkultur und Perfektion und das nicht bei einem kleinen Kurzfilm sondern bei einem ambitionierten Langfilm-Projekt: filmtrip.de heißt die Seite, “Mitfahrgelegenheit” der Film und bezeichnet diesen selbst als (hört! hört!) “eine interaktive Live-Spielfilmproduktion”. Mal abgesehen davon, dass ich auf solche hochtrabenden Titel stehe und mal ganz abgesehen davon, dass die Internetseite gut gemacht ist und auch mal total ganz abgesehen davon, dass die Umsetzung als gelungen bezeichnet werden kann; ja von all dem abgesehen mein größter Respekt für diese fulminante Gesamtidee! Chapeau! Hut ab! Wohl zu Recht ist die Produktion für den deutschen Multimedia Award nominiert.
Das Produktionstagebuch ist mit (nach Selbstangabe) über 400 Beiträge der Crew und 2.600 Kommentare dick gefüllt. Auch die Involvierung der Zuschauer/Internetuser/Interessierten/Fans/Whatever ist vorbildlich gelöst worden. So gab es wohl öffentliche Entscheidungen über inhaltliche Bereiche, auch bei Schauspielern und Filmplakaten durften die Leute anscheinend mitreden. Etwas für’s einbinden auf der eigenen Homepage gab es auch (und wiedermal mein mantraartiges: Disktionsgewinne!! Die Leute können mit dem Ding posen und sich als filminteressiert zeigen):
Alles in allem toll gelöst. Das zeigt den Weg auf in die Zukunft der digitalisierten und raubkopierten Filmzunft. Denn wie ich schonmal schrieb: Wer erstmal diese ganzen verdammten 400 Beiträge gelesen hat, noch dazu Entscheidungen mitgetroffen hat, der wird sich auch den Film anschauen! Der wird dann eben auch für Kino & DVD zahlen und nicht raubkopieren. Übrigens kamen bei dem Projekt durch Einzelspenden knapp über 500 Euro zusammen. Für eine relativ unbekannte Produkution ohne wirklich große Namen nicht wenig. Davon ist der Film nicht finanzierbar, aber es ist interessant zu sehen, dass es zumindest eine Spendenbereitschaft gibt. Als Resumee lässt sich hier ziehen, dass die Akteure auf ein Bündel an Maßnahmen zurückgegriffen haben und dies wohl exakt der Mix ist, der in Zukunft wichtig wird. Egal ob PR, Produktion oder Finanzierung. Das breitestmögliche Aufstellen verhindert den Sturz, wenn mal ein Bein in’s Rutschen gerät. So gesehen kann filmtrip.de durchaus als case study herhalten. Ein Blick ist mehr als lohnenswert.
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Topics: Dramaturgie digitaler Medien, Medienkultur |

8.Juni 2009 at 12:59
Hi,
danke für dein Posting. War auch beim Filmtrip als Berater beteiligt und kann nur sagen, dass das Ding richtig gerockt hat und die Jungs genau den Zahn der Zeit getroffen haben.
Wirklich gelungenes Projekt und ich denke auch gute Chancen auf den DMMK.
Ich schreibe übrigens auch seit geraumer Zeit über das Thema Filmpromotion und Filmvermarktung.
Schau mal auf http://www.filmvermarktung.blogspot.com
Sorry für die kleine Werbung aber ich denke bei Interessensparallelitäten kann man das mal machen
Gratulation auch zu diesem Blog!
Beste Grüße,
Norbert
12.Juni 2009 at 14:33
Hi, interessant. Und eine Erkenntnis ziehen wir auch gleich aus diesem Post: Wer das Wort Werbung und einen Link in seinem Post hat, wird sogleich von Wordpress ins SPAM-Reich geschickt. Daher auch die Verspätung des Erscheinens, sorry erst grad beim Ausmisten gefunden.
Hab mir mal Deinen Blog angeschaut, sind feine Sachen dabei und wurde gleich mal in meine Feed-Reader aufgenommen, werd Dir gleich auch noch ne Mail schreiben.